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Wenn Sie nach einem Welpen suchen, gibt es einige wichtige Dinge die Sie beim Besuch
des Züchters beachten sollten. Im Folgenden habe ich Ihnen hier einige Punkte aufgeführt:

Achten Sie darauf, dass der Züchter einem Verein angeschlossen ist, der dem VDH/FCI untersteht!
Warum, erfahren Sie hier...

- werden Sie vom Züchter eingeladen?
- können Sie Fragen stellen?
- werden Ihnen Fragen gestellt?
- ist die Mutterhündin dabei?
- was macht sie für einen Eindruck?
- leben die Welpen dicht bei den Menschen?
- können Sie die Welpen öfter besuchen?
- haben die Welpen etwas zum Spielen (Prägung)?
- werden die Welpen geimpft, gechippt, entwurmt?
- haben die Hunde Papiere mit dem VDH und/oder FCI und/oder IHF Logo?

Es ist wichtig, dass ein Welpe gefordert, aber nicht überfordert wird!

Die Prägung und Sozialisierung ist ein großer wichtiger Teil im Leben eines Hundes. Nur wer richtig und
ausreichend Sozialisiert ist, kommt später im Alltag bestens zurecht. Ich werde Ihnen hier die ersten 4 Phasen
der Entwicklung näher beschreiben.

1. Vegetative-Phase (1. und 2. Woche)
Der Welpe wird geboren. Augen und Ohren sind zu diesem Zeitpunkt noch verschlossen. Der Welpe kann
also weder sehen, noch hören. Aber der Geruchssinn, der funktioniert schon recht gut. Der Welpe wird also,
gesteuert durch seine Nase, kriechend die Zitze der Mutter finden. Ausser Krabbeln und einigen Lautäusserungen
passiert noch nichts. Die Welpen sind noch nicht in der Lage, Urin und Kot selber abzusetzen. Das übernimmt die
Mutterhündin, indem sie den Bauch der Welpen leckt. Ihnen also eine Massage gibt, wodurch das Absetzen
funktioniert. Es wird erstmal viel geschlafen, getrunken und massiert. Jedoch kann der Welpe durch das Riechen
nicht nur seine Mutter wahrnehmen, sonder auch schon uns Menschen. Hier sollte man den Welpen auch schon
immer mal wieder auf die Hand nehmen, damit er sich an den menschlichen Geruch gewöhnt.

2. Übergangs-Phase (3. Woche)
Etwa zwischen dem 10. und 13. Lebenstag öffnen sich nun langsam Augen und Ohren. Für den Welpen erwacht
eine neue Welt! Die Welpen fangen an sich gegenseitig wahr zu nehmen und beginnen mit ihren Geschwistern
die ersten Kontakte zu knüpfen. Meist geschieht das durch belecken. Sie fangen an, ihre Umwelt zu erkunden
und werden aktiver.

3. Präge-Phase (4.-8. Woche)
Die Sinne der Welpen sind nun voll entwickelt und es ist Action angesagt. Nun muss den Welpen unbedingt
etwas geboten werden, um sie weiter und richtig zu fördern. Nun werden mit den Geschwistern schon mal
Zankereien, z.B. ums Futter, ausgetragen. Die Ohren werden angelegt und man hört sie auch schon mal knurren.
Die Bewegungsabläufe sind besser, die Neugier und der Erkundungstrieb wächst. Der Züchter ist nun gefragt, den
Welpen viele verschiedene Dinge zu zeigen und sie zu fördern. Unterschiedliche Untergründe (Rasen, Steinboden,
Kies, Teppich...), Gegenstände (z.B. Regenschirm, wehende Tücher, scheppernde Dosen...), Menschen die mit den
Welpen spielen (Erwachsene und Kinder) und noch vieles mehr! Was hier an Prägung versäumt wird, kann später
kaum noch nachgeholt werden!

4. Sozialisierungs-Phase (9.-14. Woche)
Diese Phase fängt schon mit der Prägung an und muss nun unbedingt vertieft werden. Da die Welpen in der Regel
mit 8 Wochen in ihr neues Zuhause ziehen, hat nun der neue Besitzer die Aufgabe seinem neuen Familienmitglied
noch vieles zu zeigen. Ganz wichtig ist die Welpenschule! Hier hat der Welpe Kontakt zu anderen Artgenossen und
lernt mit ihnen umzugehen. Aber auch andere Sachen sind wichtig. Autofahren, Bahn-/Busfahren, durch die Stadt
gehen, auch mal für einen kurzen Moment Zuhause alleine bleiben, neue Umgebungen erkunden und, und, und...
Diese Zeit ist sehr begrenzt und was der Hund hier nicht kennenlernt, wird später schwierig bis unmöglich! Aber
bitte alles dosiert. Der Welpe braucht auch seine Ruhe, um das gelernte zu verarbeiten und sich auszuruhen.
Es ist eine spannende Zeit, für Hund und Besitzer!

Damit ein harmonisches Zusammenleben funktioniert, gibt es einige, sehr wichtige
Regeln die Sie unbedingt befolgen sollten!

Nie unbeaufsichtigt lassen
Lassen Sie ihr Kind mit dem Hund niemals alleine. Ihr Kind braucht nur unbewusst eine Bewegung zu machen,
die der Hund falsch verstehen, oder als Bedrohung ansehen könnte. Unsere Hunde haben eine sehr hohe
Reizschwelle, doch ein Hund ist auch nur ein Tier. Müssen Sie etwas erledigen, wo sie beide nicht im Auge
haben, dann sperren Sie den Hund weg, oder sorgen dafür, dass sich beide nicht finden können. So können
Sie sicher sein, das es harmonisch bleibt.

Auch der Hund braucht Ruhe
Ihr Hund muss die Möglichkeit haben, sich zurück zu ziehen, wo er auch nicht gestört wird. Das müssen Sie
Ihrem Kind beibringen, bzw. darauf aufpassen. Wenn Ihr Hund schläft, oder auf seinem Platz liegt, darf er
nicht angefasst oder mit ihm gespielt werden. Auch ihr Hund muss mal seine Ruhe haben.

Näpfe sind tabu
Ist Ihr Hund gerade beim Fressen oder Trinken, sollte er nicht gestört werden. Ihr Kind muss lernen,
dass das der Platz des Hundes ist. Während er frisst oder trinkt sollte Ihr Kind den Hund nicht stören.

Spaziergänge
Lassen Sie Ihr Kind nicht mit dem Hund alleine spazieren gehen. Auch ein Welpe kann ungeahnte Kräfte
entwickeln und schon ist er weg. Es können Situation eintreffen, die Ihr Kind nicht einschätzen kann.
Ein Kind ist nicht für die Erziehung des Hundes zuständlich. Das ist die Aufgabe des Besitzers!

Bevor man sich einen Welpen kauft, sollte man einige Dinge beachten.
Hier finden Sie eine Auflistung von Dingen, die Sie beachten sollten:

1) Sind alle Familienmitglieder mit der Anschaffung eines Hundes einverstanden?
(kümmern sich alle um das neue Familienmitglied)

2) Hat der Hund eine feste Bezugsperson?
(der den Hund erzieht)

3) Ist genügend Zeit vorhanden?
(Arbeit, Freizeit, Urlaub)

4) In welchen Räumlichkeiten soll/darf der Hunde leben?
(Flur, Küche, Schlafzimmer)

5) Wie sieht die finanzielle Situation aus?
(Futter, Impfungen, der Hund wird vielleicht mal krank, ect.)

6) Kann man die nächsten Jahre den Hund mit einbeziehen?
(der Hund lebt mehrere Jahre, er kann 12 Jahre und älter werden)

Erklärung zu den Zuchtwerten

HD
(Hüftgelenksdysplasie)
VUK
(Verkürzter Unterkiefer)
RKS
(Röhrbeinknochenstärke)
WH
(Wiederristhöhe)
TMP
(Temperament)
BEU
(Beutetrieb)
Dieser Wert sollte möglichst unter 100 liegen.
Dieser Wert sollte möglichst bei 99 oder 100 liegen.
Dieser Wert sollte zwischen 90 und 115 liegen.
Diese Werte sollten möglichst über 100 liegen.

Der Durchschnittswert liegt immer bei 100.

Wenn Sie viel über Hunde und Welpen lesen, werden Ihnen oft Abkürzungen begegnen.
Ich habe Ihnen im Folgenden einige aufgelistet und deren Bedeutung:

Zucht
Gesundheit
Sport
Ausstellung

NZB/NB = Nachzuchtbeurteilung

JB = Jugendbeurteilung

ZTP = Zuchttauglichkeitsprüfung

HD = Hüftgelenksdysplasie
(HD-A = frei)
(HD-B = verdacht)
(HD-C = leicht)
(HD-D = mittel)
(HD-E = schwer)

ED = Ellenbogendysplasie

AU = Augenuntersuchung

o.B. = ohne Befund

LP = Leistungsprüfung

DM = Deutsche Meisterschaft

BH = Begleithundeprüfung

AD = Ausdauerprüfung

VPG = Vielseitigkeitsprüfung für Gebrauchshunde

UPR = Unterordnungsprüfung

FPR = Fährtenprüfung

IPO = internationale Prüfungsordnung

THS = Tunierhundesport

StPr = Stöberprüfung

CAC = internationale Schau

CACIB = internationale Schau


Bewertungen:

v = versprechend

vv = vielversprechend

g = gut

sg = sehr gut

V = vorzüglich

disq. = disqualifiziert

 

In seinem Leben kann der Hovawart verschiedene Prüfungen ablegen; in der Zucht, im Sport und bei Ausstellungen.
Bei bestimmten Prüfungen ist jedoch ein Mindestalter und/oder ein Zeitraum vorgegeben. Einige habe ich hier aufgeführt:

Zucht     Ausstellungen     Leistungsprüfungen  
NZB ab dem 6. Lebensmonat   Jüngstenklasse 6-9 Monate   BH 15 Monate
JB 12.-24. Lebensmonat   Jugendsklasse 9-18 Monate   FPr 1-3 15 Monate
ZTP ab dem 20. Lebensmonat   Zwischenklasse 15-24 Monate   UPr 1-3 15 Monate
      Offene Klasse ab 15 Monate   VPG 1-3 18 Monate
      Veteranenklasse ab 8 Jahre   IPO 1 18 Monate
            IPO 2 19 Monate
            IPO 3 20 Monate
            FH 1 18 Monate
            FH 2 18 Monate
            IPO-FH 20 Monate
            StPr 15 Monate

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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© Katrin van Dam